Chronik des K.St.V.
Alania-Breslau
zu Aachen im
KV
1919 - 1931
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WS 1918/19 |
Wilhelm Lellmann bildet mit
zwei Jungburschen den Vorstand. Dazu kommen noch ein krasser Fuchs und zwei
Brandfüchse. Mit diesen 6 Aktiven beginnt wieder ein geregeltes Vereinsleben. |
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16. 02. 1919 |
Sitzung des oberschlesischen Philisterzirkels "Zeche". Die anwesenden 15 AHAH Alaniae führen auch eine Sammlung durch, um die Schulden der Aktivitas zu bezahlen. |
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SS 1919 |
Alania zählt wieder 19 Füchse, 9 Burschen, und 26 Inaktive. |
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Sommer 1919 |
Wegen allgemeiner Wohnungsnot beschlagnahmt der Wohnungskommissar alle Räume des Alanenheimes. Mit großer Mühe kann jedoch die Freigabe des Kneipzimmers erreicht werden, in dem nun alle Möbel untergebracht sind. Durch die Enge des Raumes leidet natürlich das Vereinsleben empfindlich. |
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21. 10. 1919 |
Auf dem Alanentag in
Beuthen wird AH August Zwiener wieder zum Philistersenior gewählt. Beisitzer
werden die AHAH Thomas Kaffanke und Anton Gabor. |
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01. 04. 1920 |
Die Vereine des süddeutschen KV (SKV) schließen sich mit dem KV zu einem Verband zusammen. |
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30. 04. 1920 |
An einer Alanentagung im Beuthener Konzerthaus nehmen 30 Alte Herren teil, die im Anschluss an den Konvent eine Maikneipe schlagen. |
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25. 06. 1920 |
Im "König von Ungarn" ist die "stattliche Korona von über 50 Mann versammelt, um die Begrüßungsexkneipe zum 15. Stiftungsfest zu schlagen." |
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1921 |
Im Erlanger Verbände- und Ehrenabkommen erkennen die schlagenden Korporationen den katholischen Studentenverband (KV) als gleichberechtigt an. |
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21. 03. 1921 |
Volksabstimmung in
Oberschlesien. Bis Kriegsende grenzte Schlesien an das Herzogtum Warschau, das
in Personalunion mit Russland vereinigt war. Mit der Niederlage Deutschlands
wurde am 11. November 1918 die polnische Republik ausgerufen. |
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03. 05. 1921 |
Obwohl sich 60 % der Bevölkerung in Oberschlesien für den Verbleib beim Deutschen Reich ausspricht, wollen polnische Aufständische dieses Ergebnis mit Waffengewalt ändern. Ganz Oberschlesien soll in einem Handstreich besetzt werden. Eindringende reguläre polnische Truppen werden aber von schlesischen Selbstschutztruppen zurückgeworfen. |
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21. 05. 1921 |
Die schlesischen Selbstschutztruppen erstürmen erfolgreich den Annaberg, den "heiligen Berg Oberschlesiens", der ein traditionsreicher Wallfahrtsort für die Oberschlesier ist. An den Kämpfen um den Annaberg beteiligen sich neben anderen Korporierten auch 8 Bundesbrüder der Alania. |
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21. 10. 1921 |
Die Botschafterkonferenz in Paris spricht nach dem Waffenstillstand den Polen ein Drittel Oberschlesiens zu, und zwar den Ostteil. Damit hat Alania die meisten Auslandsdeutschen im KV, ist doch Oberschlesien die Heimat der meisten Alanen. |
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17. 07. 1921 |
Während des 58. Stiftungsfestes der Unitas wird der "K.St.V. Franko-Silesia" (jetzt Münster) als 5. KV-Korporation in Schlesien publiziert. |
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WS 1921/22 |
Aufgrund der schlechten
wirtschaftlichen Lage stiftet die Altherrenschaft einen Freitisch für 8-10
Alanen. |
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Juli 1922 |
Philistersenior August Zwiener nimmt am ersten Verbandsphilistertag nach dem Krieg in Köln teil. Ansprachen auf dem Festkommers halten der KVer Dr. Konrad Adenauer, Oberbürgermeister von Köln, und der Kölner Kardinal Schulte (CV). |
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01. 10. 1922 |
Als Folge des Krieges und der Reparationszahlungen schreitet der Währungs- verfall immer schneller voran. Wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage übernimmt der Philisterverein auf Dauer die Ausgaben für das Heim. |
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27. 10. 1922 |
Zur Aufrechterhaltung und Unterstützung der Aktivitas bildet die Altherren- schaft einen Ausschuss, der z.B. im Dezember eine Rechnung für Kohle und Holz von über 10.000.- Mark bezahlt. |
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25. 11. 1922 |
Auf dem geselligen Abend des Philistervereins in Beuthen regt Wilhelm Lellmann eine Sammlung für die Weihnachtsfeier der Aktivitas an. Es kommt ein Betrag von 10.000.- Mark zusammen. (Im Dezember 1922 kostet 1 Kg Brot bereits 163 Mark!) |
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04. 02. 1923 |
Es gibt Schwierigkeiten in der Aktivitas. Auf dem Generalconvent werden zwei Inaktive ausgeschlossen und 11 weitere auf Zeit entlassen. |
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20. 04. 1923 |
Auf Antrag von August Zwiener beschließt der Philisterconvent, "daß der Semesterbeitrag der Alten Herren 1/00 des vorausgegangenen Halbjahreseinkommens betragen solle." |
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08. 07. 1923 |
Der Philisterverein ernennt August Zwiener zum Ehrenvorsitzenden. Zum Philistersenior wird Hermann Heinke gewählt. Infolge der Inflation werden die finanziellen Verhältnisse des Aktivenvereins immer schwieriger. In dieser Situation schickt Kaufmann Gutowski aus Köln, dessen Bruder Bb Paul Gutowski während des Ersten Weltkrieges gefallen ist, der Aktivitas zur Unterstützung 100.000,- Mark. Zum Vergleich: Im Juni 1923 kostet 1 Kg Brot 1428
Mark, 1 Kg Molkereibutter 30.000,- Mark, 1 Brötchen 80 Mark, 1 Brief außerhalb
Berlins 100 Mark Porto. |
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16. 07. 1923 |
Für eine Goldmark gibt es nun 1.000.000 Papiermark. |
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20. 07. 1923 |
Bedingt durch die Inflation und aufgrund von Gerüchten über einen bevorstehenden Bürgerkrieg, gibt es bei Streiks, Demonstrationen und Plünderungen Tote und Schwerverletzte in Breslau und Gleiwitz. |
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10. 10. 1923 |
Im Café Juscyk in Beuthen, dessen Fenster infolge der Unruhen einge- schlagen und nun mit Brettern vernagelt worden sind, findet ein Philister- convent statt, auf dem August Zwiener die Geschäftsführung des Philister- vereins an Hermann Heinke übergibt. |
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15. 11. 1923 |
Amtliches Ende der Inflation durch die Währungsreform. Eine "Rentenmark" (später "Reichsmark") ersetzt 1 Billion Papiermark. |
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19.-21.05. 1925 |
Katholikentag in Breslau verbunden mit der Tagung des schlesischen KV. |
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06. 11. 1927 |
Die Altherrenschaft trifft
sich zum zweiten Alanentag in Oppeln. Diese Herbst- treffen finden hier seit
1926 regelmäßig statt. |
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05. 05. 1928 |
Dank der Bemühungen des Hausbauvereins werden alle Räume des Heims an Alania zurückgegeben. Die Semestereröffnung findet in der renovierten und um einen Raum erweiterten Alanenetage statt. Hierzu erzählt AH Alfred Dorn, der 1929 sein
Referendarexamen ablegt, folgendes: Wie die anderen Korporationen, so hat auch
Alania einen Couleur-(Verbindungs)Diener, der allgemein "Fax" genannt
wird. Die Frau des Faxen kocht das Essen für den gemeinsamen Mittagstisch, der nun auf dem Heim eingerichtet wird. Das Essen kostet 0,80 Reichsmark (RM). Der Aktive zahlt 0,40 RM, die Altherrenschaft steuert die übrigen 0,40 RM bei. Dieser gemeinsame Mittagstisch ist übrigens für die jüngeren Semester verpflichtend. |
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08 .07. 1928 |
Beim Breslauer KV-Sportfest erringt Alania in der Leichtathletik 4 Preise. |
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WS 1928/29 |
Alania übernimmt den Vorsitz im Breslauer KV. Unter Alanias Leitung feiert der gesamte Breslauer KV zum ersten Mal ein gemeinsames Winterfest mit einem Ball in den Räumen des Breslauer Konzerthauses. AH Günter Hessek erinnert sich: "In diesem Semester
hat mein ältester Leibfuchs Karl Herrmann als Senior auch die Festkneipe
geleitet, auf der Heinrich Brüning zu Gast gewesen ist." |
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14. 05. 1929 |
Die von der Alania aufgestellte Satzung für den Breslauer KV (BrKV) wird von den Kartellvereinen angenommen. Der jeweilige BrKV-Vorstand organisiert u.a. den BrKV-Ball und das BrKV-Sportfest. |
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25. 10. 1929 |
Mit dem Börsenkrach "Schwarzer Freitag" in New York beginnt die Welt- wirtschaftskrise, die Anfang 1930 auch Deutschland erreicht. |
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13.-16.06. 1930 |
Mit fast
"wilhelminischem Prunk" feiert Alania unter großer Beteiligung der
Altherrenschaft das 25. Stiftungsfest. AH Robert Thiell verfasst eine
Festschrift über die bisherige Geschichte des Vereins. Die Rede auf dem
Festkommers hält der Ehrenvorsitzende August Zwiener. |
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20. 06. 1930 |
Unter der tatkräftigen Mitwirkung unseres AH Robert Thiell erfolgt die Genehmigung, an der Pädagogischen Akademie in Beuthen eine KV-Korporation zu gründen. Sie wählt den Namen "Ostmark" (heute in Paderborn). |
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1931 |
Nach dem KV-Jahrbuch zählt Alania 242 Mitglieder: 27 Aktive, 51 Inaktive und 154 Alte Herren. |